Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Amt für Neckarausbau Heidelberg

Hier gelangen Sie direkt zum Inhalt der Seite.

 

Hauptnavigation:


Inhalt: Abfluss- und Stauzielregelung Neckar

Der Neckar weist mit seinem relativ kleinen Einzugsgebiet große Abflussschwankungen auf, die heute am unteren Neckar zwischen rd. 30 m³/s und rd. 3.000 m³/s liegen. Die kurzen Stauhaltungen mit entsprechend kleinen Stauräumen und der Schleusenbetrieb (Entnahme bzw. Einleitungsmenge bis 70 m³/s) führen zu kurzfristigen Abflussschwankungen, die sich sogleich über mehrere Stauhaltungen fortsetzen. Dies macht es für die WSV schwierig, die zulässigen Stautoleranzen (in der Regel 0 bis 15 cm über Normalstau) einzuhalten und erschwert darüber hinaus den Kraftwerksbetreibern die Steuerung der Turbinen.

Übersicht über die wichtigsten Pegeldaten am Neckar:

Kennzeichnende Abflüsse in m³/s für 1951 - 2005
Pegel Lauffen (km 125,4) Rockenau (km 60,7)
NQ 14,1 (1962) 18,4 (1976)
MNQ 25,1 36,2
MQ 88,4 137
MHQ 797 1.190
HQ 1.650 (1990) 2.690 (1993)

 

Die Zuständigkeit für die Abfluss- und Stauzielregelung ist vertraglich auf die Neckar AG und die WSV verteilt, und zwar wird die Regelung bis zur Schluckfähigkeit der Turbinen und des Feinregelungsorgans an den Wehren von der Neckar AG vorgenommen, bei höheren Abflüssen von der WSV.

Wehr Wieblingen, 1926
Wehr Hirschhorn, 2004
Wehr Gundelsheim, 2008
Wehr Lauffen, 2015
Wehr Beihingen, 2015

 

 

 

 

 

 

Zur Verbesserung der Abfluss- und Stauzielregelung haben die WSD Südwest (heute: Generaldirektion Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung - Standort Mainz) und die Neckar AG eine gemeinsame Kraftwerks- und Wehrbetriebsführung mit einer gemeinsamen Zentrale in Rockenau konzipiert. In Teil 1 des Projektes wurden bis 2002 die vorhandenen Feinregulierungsorgane an Kraftwerken und Wehren auf die neue Zentrale aufgeschaltet, die mit Hilfe eines zentralen Reglers die Abflüsse gleichmäßiger macht. Für die Fernsteuerung der Wehre bei höheren Abflüssen müssen zuvor die Antriebe und die E-Technik der Wehre ertüchtigt werden. Dies wird insgesamt noch längere Zeit in Anspruch nehmen.

Quelle: Kompendium der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest, Mainz 2007