Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Amt für Neckarausbau Heidelberg

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Inhalt: Schleusen

Die Schleusen wurden 1921 für ein Verkehrsaufkommen von 3 – 4 Mio. t Güter im Jahr konzipiert. Regelformation für den Ausbau war ein Schleppzug bestehend aus

Daraus ergaben sich die Schleusenabmessungen von 110 m Länge, 12 m Breite und 3,20 m Drempeltiefe. Die Schleusen liegen im Allgemeinen neben den Wehren und an fünf Staustufen an den Enden von Seitenkanälen. Die Schleusenanlagen wurden durchweg in Beton-Schwergewichtsbauweise errichtet. Lediglich die 3. Kammer der Schleuse Feudenheim ist eine Spundwandschleuse.

Wegen der damaligen Querschnittsformen der Schiffe konnte zur Aussteifung der Schleusenkonstruktion zwischen Schleusensohle und aufgehender Kammerwand eine Eckaussteifung (Voute - eine dreieckförmige Verstärkung, ca. 1 m hoch und 1 m breit) angeordnet werden, um die dort auftretenden hohen Biegemomente aufzunehmen. Damit sind den Neckarschleusen Grenzen für die Schiffsabmessungen und Schiffsformen vorgegeben. Die Vouten sollen im Zuge des Ausbaus für das 135-m-Schiff beseitigt werden.

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Schleusenmodell

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am unteren Neckar wurden sowohl als Untertore als auch als Obertore Stemmtore eingesetzt, die außer mit ihren kleineren Antriebshäusern auf den Schleusenmauern nicht über letztere hervorragen. Ausnahmen sind hier lediglich die Tore der 1. und 2. Kammer der Eingangsschleuse Feudenheim, die als Hubtore ausgeführt wurden. Als nachteilig an Stemmtoren wurde in den 1950er Jahren angesehen, dass sie teilweise ständig unter Wasser stehen und ihre Überwachung schwierig sei. An fünf Staustufen in der Strecke Heilbronn – Stuttgart wurden daher an den Oberhäuptern absenkbare und hochziehbare Torverschlüsse (Hubsenktore) sowie an den Unterhäuptern umlegbare Hubtore (Hubdrehtore) eingebaut. Die am Neckar entwickelten Hubdrehtore vereinen die Vorteile des kompletten Heraushebens zur Revision einerseits und der niedrigen Bauhöhe andererseits.

Quelle: Kompendium der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest, Mainz 2007

Schleuse Feudenheim, 2005
Schleuse Neckargemünd, 2014
Schleuse Heilbronn, 1957
Schleuse Obertürkheim, 1914
Schleuse Deizisau, 1963