Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Amt für Neckarausbau Heidelberg

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Inhalt: Die Bundeswasserstraße

Streckendaten Neckar
Wasserstraßenklasse Va
Streckenlänge 203,011 km
Fahrrinnentiefe  
Mündung bis Feudenheim
(km 0,0 − 6,21)
2,10 m unter GlW des Rheins
Feudenheim bis Hafen Plochingen
(km 6,21 − 201,5)
2,80 m unter Normalstau
Fahrrinnenbreite mind. 36 m
Fahrrinnenbreite Seitenkanäle 36 m, vereinzelt 30 m
Kurvenradien mind. 350 m, jedoch:
− 160 m im UW Lauffen und
− 160 m im OW Besigheim
Mindestdurchfahrtshöhen
unter den Brücken bei HSW
in der Regel 6 m
Gesamtfallhöhe 160,70 m
Staustufen 27
Länge der Stauhaltungen 0,9 km bis 13,7 km
Schleusenkammern je Staustufe 2 Kammern von je 110 m Länge und 12 m Breite (Ausnahmen siehe Tabelle 17)
Bootsschleuse 1 (Cannstatt)
Bootsschleppen 26
Wehre 27 (2 bis 6 Öffnungen)
Wasserkraftwerke 29
Hochwassersperrtore 4
Zugelassene Schiffe Einzelfahrer und Schubverbände
bis 90 m Länge und 11,40 m Breite
(105 m x 11,45 m mit aktiver Bugsteueranlage)
Tragfähigkeit des Durchschnittsschiffs 1,635 t
Haupthäfen Heilbronn, Stuttgart, Plochingen (ca. 77 % des Umschlags)
Umschlagstellen rd. 30 firmen- und gemeindeeigene Umschlagstellen auf der Strecke außerhalb der Häfen

Quelle: Kompendium der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest, Mainz 2007

Die Bundeswasserstraße Neckar erstreckt sich von Plochingen bis zur Mündung in Mannheim.

Zwischen Heilbronn und Mannheim mit 67,5 m Gefälle befinden sich elf Staustufen. Zwischen Plochingen und Heilbronn mit 93,2 m Gefälle sind es sechzehn Staustufen. Soweit möglich bleibt der Schifffahrtsweg im bestehenden Flussbett und verläuft nur dort, wo eine größere Aufstauung des Wasserspiegels nicht zulässig ist, in Seitenkanälen.

Längsschnitt des staugeregelten Neckars von Mannheim bis Plochingen

Die 27 Staustufen dienen vor allen Dingen zur Regulierung des Wasserabflusses und damit zur ganzjährigen Gewährleistung einer Mindestwassertiefe von 2,80 m für die Schifffahrt.

Die Staustufen bestehen im Regelfall aus einer Doppelkammerschleuse (110 x 12 m), einem Wehr mit jeweils 2 bis 6 Feldern und einem Wasserkraftwerk. Diese Bauwerke sind zumeist nebeneinander angeordnet, wobei sich die Schleuse an einem Ufer, das Wehr in Flussmitte und das Kraftwerk am anderen Ufer befindet. Vereinzelt sind auch so genannte Inselkraftwerke zwischen Schleuse und Wehr angeordnet (z.B. Neckarsteinach und Hirschhorn). Bei den Staustufen mit Seitenkanälen liegen die Schleuse und das Kraftwerk am unteren Ende des Seitenkanals.

Ein besonders großer Neckardurchstich besteht bei Heilbronn. Im unteren Bereich des Durchstiches befindet sich der Kanalhafen, im oberen Bereich die Staustufe Heilbronn, die erste des oberen Neckars.

Der Neckardurchstich bei Heilbronn (aus der Karte der Bundeswasserstraßen der WSD Südwest)

Infolge der Seitenkanäle, Durchstiche und einiger Verlegungen des Flusslaufes ist der Fahrweg von Plochingen bis Mannheim um rd. 10 km kürzer als der alte Flusslauf und hat eine neue Gesamtlänge von 201 km.

In Mannheim-Feudenheim ist bei Niedrigwasser des Rheins der höchste Stauunterschied mit rd. 10 m zu überwinden. Im Übrigen beträgt der Stauunterschied zwischen 2,60 m (Heidelberg) und 8,70 m (Schwabenheim). Die längste Stauhaltung hat die Staustufe bei Guttenbach mit 13,7 km, die kürzeste Esslingen mit 0,9 km.