Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Amt für Neckarausbau Heidelberg

Hier gelangen Sie direkt zum Inhalt der Seite.

 

Hauptnavigation:


Inhalt: Glossar

A

Begriff Erklärung
Abfluss Der Abfluss Q gibt das Volumen an, das einen bestimmten Querschnitt in einer Zeiteinheit durchfließt und einem Einzugsgebiet zugeordnet ist. Der Abfluss Q gibt das Volumen an das ein vorgegebenes Einzugsgebiet in einer bestimmten Zeiteinheit verlässt.
Abladetiefe Der einem bestimmten Beladungszustand entsprechende Tiefgang eines Schiffes im Ruhestand. Örtlich und temporär mögliche, zum abladebestimmenden Engpass gehörige, maximal Abladetiefe, die aus den Tiefen- und den fahrdynamischen Verhältnissen allein resultiert ohne Berücksichtigung der Bereederung und hydrologischen Unsicherheiten etc.
Absenktiefe Im Regelbetrieb nicht zu unterschreitende Wasserspiegelhöhe.
AIS Automatic Identification System Der Begriff Automatisches Identifikationssystem (AIS) oder englisch Automatic Identification System bezeichnet ein Funksystem, das durch den Austausch von Navigations- und anderen Daten die Sicherheit und das Flottenmanagement des Schiffsverkehrs verbessert.
Altarm Durch natürliche oder künstliche Einwirkung (Absperrdamm) an einem Ende abgeschnittene Strecke eines Flusses. Ein Altarm ist am offenen Ende i.d.R. ab Mittelwasser mit dem Fluss verbunden, ggf. nur durch eine Rohrleitung. Ein Altarm ist häufig aus einem Nebenarm entstanden.
Altstrecke Für den durchgehenden Verkehr nicht mehr benötigte Strecke eines Schifffahrtkanals, die beidseitig oder einseitig mit der Hauptstrecke des Schifffahrtskanals noch verbunden ist. Eine Altstrecke ohne Verbindung zum Schifffahrtskanal zählt zu den Altwassern.
Altwasser Ehemaliger Teil oder Arm eines Flusses mit stehendem Wasser, der i.d.R. bei Mittelwasserstand keine Verbindung mit dem jetzigen Flussbett mehr hat und deshalb nicht mehr Bestandteil des Flusses ist; Ehemalige Altstrecke eines Schifffahrtskanals, die keine Verbindung zum Kanal mehr hat; Künstlich geschaffenes Gewässer als ökologische Ausgleichsmaßnahme ohne Verbindung zu einer Bundeswasserstraße.
Anlandung Vorgang der Sedimentablagerung im Gewässer durch fließendes Wasser.
Anlegesteg Vom Ufer ausgehende Brücke als Ausrüstung einer Anlegestelle.
Anlegestelle Zum Anlegen von Wasserfahrzeugen, besonders der Fahrgastschifffahrt, bestimmte Uferstelle mit fester Infrastruktur.
ARA-Häfen Häfen von Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen.
Auffindbarkeit Ob Fische den Einstieg in eine Fischaufstiegsanlage finden, entscheidet sich sowohl an ihrer großräumigen Lage im Gewässer als auch an ihrer kleinräumigen Wahrnehmbarkeit. Als Auffindbarkeit werden dabei jeweils unterschiedliche Randbedingungen zusammengefasst. Für die großräumige Auffindbarkeit: die Lage der Fischaufstiegsanlage in der (Haupt-) Wanderroute der zu erwartenden Fische (z.B. in Bezug auf Abflussaufteilungen oder Uferverläufe). Für die kleinräumige Auffindbarkeit: die Lage der Einstiege in die Fischaufstiegsanlage in Bezug auf das Querbauwerk, das angrenzende Ufer, die Wassertiefe etc. sowie die Wahrnehmbarkeit einer Leitströmung aus der Fischaufstiegsanlage in das Hauptgerinne.
Auflandung Vorgang der Ablagerung feiner Sedimente auf einer Landfläche.
Ausbautiefe Wassertiefe unter einem bestimmten Bezugswasserspiegel, die dem Wasserstraßenausbau als Planungsziel zugrunde liegt. Die Ausbautiefe ist häufig identisch mit der angestrebten Fahrrinnentiefe. Sie kann auch von den Abflussverhältnissen bestimmt sein.
Auslassbauwerk Bauwerk mit Verschluss für die Abgabe von Wasser aus einem Wasserlauf als Freiwasser (nicht nutzbarer Teil des vorhandenen Wassers) oder zur Hochwasserentlastung aus einer Stau- oder Kanalhaltung in eine andere Haltung oder in einen anderen Wasserlauf im freien Gefälle. Bezugsbereich ist hier das entlastete Gewässer, während bei Entnahmebauwerken das entnommene Wasser der Bezugsbereich ist. Ein Auslassbauwerk eines Schifffahrtskanals kann als Einlauf in einen Düker unter dem Schifffahrtskanal ausgebildet sein.
Auslasskanal Kanalstrecke für die Abgabe von Wasser zur Entlastung eines Schifffahrtskanals im freien Gefälle über ein Wehr oder über eine Hebeanlage.
Ausweichstelle Für das geordnete Begegnen oder Überholen von Wasserfahrzeugen bestimmter Teil einer sonst dafür zu engen Wasserstraße.

 

B

Begriff Erklärung
Baggertiefe Arbeitstiefe eines Baggers in Abhängigkeit vor allem von Bodenbeschaffenheit und Wasserspiegelschwankungen, um eine zugelassene Baggertoleranz unterhalb der Abnahmetiefe (Mindetstiefe) einzuzalten.
Bauwerksbesichtigung Die Bauwerksbesichtigung ist die Kontrolle der Bauwerke auf offensichtliche Schäden durch sachkundiges Personal, welches in das Tragverhalten und die Funktionsweise des Bauwerkes eingewiesen ist. Die Bauwerksbesichtigung erstreckt sich auf den allgemeinen baulichen Zustand der Bauwerke, soweit dies für die Sicherheit und Ordnung der Anlagen und deren Verkehrssicherheit erforderlich ist.
Bauwerksinspektion Die Bauwerksinspektion umfasst die Bauwerksprüfung, die Bauwerksüberwachung und die Bauwerksbesichtigung.
Bauwerksprüfung Die Bauwerksprüfung ist die handnahe Untersuchung aller, auch der schwer zugänglichen Bauwerksteile der Bauwerke durch sachkundiges Ingenieurspersonal, welches die statischen, konstruktiven und hydromechanischen Verhältnisse der Bauwerke beurteilen kann. Die Bauwerksprüfung beurteilt den Zustand der Bauwerke hinsichtlich der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit, soweit dies für die Sicherheit und Ordnung der Anlagen und deren Verkehrssicherheit erforderlich ist.
BAW Bundesamt für Wasserbau
Bergfahrt Fahrt zu Berg (bergwärts), auf Flüssen in Richtung zur Quelle, auf Kanälen nach den Festlegungen in der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung, bei Häfen die Fahrt von der Hafeneinfahrt in den Hafen
Betriebswerkgebäude Gebäude, das überwiegend, also mit mehr als 50 % der Nutzfläche, zur Unterbringung von Werkstätten/Werkräumen und/oder Lagern dient. Die Benennung des Gebäudes richtet sich allein nach der überwiegenden Nutzung: Werkstattgebäude oder Lagergebäude. Es kann auch der Oberbegriff „Betriebswerkgebäude“ verwendet werden.
BfG Bundesanstalt für Gewässerkunde
Binnengewässer Oberirdische Gewässer landwärts der Küstengewässer.
Binnenschiff Wasserfahrzeug ausschließlich oder vorwiegend für die Fahrt auf Binnengewässern. Erfordert weniger statische, nautische und Sicherheits-Anforderungen als Seeschiffe.
Binnenschifffahrtsstraße Teil der Wasserstraße, auf der vorwiegend Binnenschiffe verkehren und auf der der Schiffsverkehr gesetzlich geregelt ist
Binnenwasserstraße Oberirdisches Gewässer als Wasserstraße, im Küstengebiet gegen das Küstengewässer gesetzlich abgegrenzt.
Binnenwasserstraßen sind Seeschifffahrtsstraßen, wenn diese wie die Unterläufe von Flüssen (Ems, Weser, Elbe, Trave) sowie der Nord-Ostsee-Kanal überwiegend der Seeschifffahrt dienen.
Binnenwasserstraße des Bundes Binnengewässer als Wasserstraße des Bundes, gegen das Küstengewässer gesetzlich abgegrenzt durch die „seewärtige Begrenzung“. Die Binnenwasserstraßen des Bundes unterscheiden sich in solche, „die dem allgemeinen Verkehr dienen“, wie sie in der Anlage 1 zu § 1 Abs. 1 Nr. 1 WaStrG aufgeführt sind, und solche, die nicht in der Anlage 1 zum WaStrG aufgeführt sind, sondern in einem eigenen Verzeichnis als „sonstige Binnenwasserstraßen des Bundes“.
BMVI Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Bootsgasse Schussrinne zum Überwinden einer Fallstufe mit Sportbooten.
Bootsschleppe Geneigte Ebene für Schleppwagen zum Umsetzen von Sportbooten an einer Fallstufe.
Bootsschleuse Schiffsschleuse für den Verkehr mit kleinen Wasserfahrzeugen, besonders Sportbooten.
Bootstreppe Treppe zum Umsetzen von Sportbooten an einer Fallstufe.
Brückenhöhe

gleich lichte Durchfahrtshöhe: senkrechter Abstand zwischen dem Wasserspiegel und dem tiefsten Punkt einer festen Brücke innerhalb der Durchfahrtsbreite
bei Kanälen bezogen auf den ruhigen Normalwasserstand (siehe § 15.15 BinSchStrO) bzw. auf den oberen Betriebswasserstand (BWo) zuzüglich den kurzzeitigen Wasserspiegelschwankungen (siehe Richtlinie für Regelquerschnitte von Schifffahrtskanälen - Ausgabe 1994)
bei Flüssen und Wasserstraßen mit veränderlicher Wasserführung auf den höchsten Schifffahrtswasserstand (HSW).

Durchfahrtshöhe = Fixpunkthöhe des Schiffes + Sicherheitsabstand (ca. 0,3 m).
Buhne Quer zum Ufer liegendes Bauwerk zur seitlichen Begrenzung des Abflussquerschnitts und/oder zum Schutz des Ufers, z.B. Flussbuhne, als Regelungsbauwerk im Fluss.

 

C

 

D

Begriff Erklärung
Dalben Einzelpfahl oder Pfahlbündel, in die Gewässersohle eingespannt; zum Anlegen, Festmachen, Leiten von Schiffen und/oder zum vertikalen Führen von schwimmenden Anlagen, wie Pontons, Schwimmstege u.a.
Dammbalken Teil eines Revisionsverschlusses, der eine Öffnung horizontal verschließt.
Dammnadel Teil eines Revisionsverschlusses, der eine Öffnung vertikal verschließt.
Dammstrecke Abschnitt eines Wasserlaufs mit künstlichem Gewässerbett, dessen Bemessungshochwasser/oberer Betriebswasserspiegel höher als das umgebende Gelände liegt, der also durch ständig/nicht ständig wasserbelastete Dämme ein- oder beidseitig begrenzt wird; Abschnitt eines Schifffahrtskanals, eines staugeregelten Flusses oder eines Schleusenkanals, dessen Wasserspiegel höher als das umgebende Gelände liegt.
Dammtafel Teil eines Revisionsverschlusses, der eine Öffnung flächig verschließt.
Doppelschleuse Schiffsschleuse mit zwei nebeneinanderliegenden Schleusenkammern, die durch eine Mittelmauer voneinander getrennt sind.
Dotation Wassermenge, die zusätzlich zum Betriebsdurchfluss gezielt in die Fischaufstiegsanlage eingebracht wird. Diese Wassermenge kann dazu dienen, die Leitströmung im Unterwasser und somit die Auffindbarkeit der Einstiege und/oder die Passierbarkeit (bzw. rheoaktive Geschwindigkeit) in den unteren Becken bei steigendem Unterwasser zu gewährleisten.
Drehsegmenttor Das Drehsegmenttor ist ein Schleusentor, bei dem eine kreisförmig gebogene Ablschussfläche um einen axialen Mittelpunkt bewegt wird. es hjat einen einseitigen Antrib und wird als Obertor verwendet.
Drehtor Das Drehtor ist ein Schleusentor, das nach oben weggedreht wird.
Drempel Schwelle am Schleusentor als Anschlag für das geschlossene Schleusentor.
Drempeltiefe Wassertiefe über dem Drempel oder der höchsten Erhebung der Sohle des Schleusenhauptes. Einheit: m
Durchfahrtsbreite Durch Einbauten oder Schifffahrtszeichen begrenzte Breite einer Schifffahrtsöffnung.
Durchfahrtshöhe Senkrechter Abstand zwischen dem Wasserspiegel und dem tiefsten Punkt eines Überbaus, einer Freileitung, eines Fährseils o.ä. innerhalb der Durchfahrtsbreite. Anmerkung: Durch Rechtsverordnung kann als Durchfahrtshöhe ein anderer Wert angegeben werden.
Durchfluss Wasservolumen, das einen bestimmten Querschnitt in der Zeiteinheit durchfließt. Anmerkung: unabhängig von der Zuordnung zu einem Einzugsgebiet.
Durchlass Kreuzungsbauwerk zum Durchleiten eines Gewässers, überwiegend mit freiem Wasserspiegel, z.B. durch einen Damm; Kreuzungsbauwerk, in dem ein Gewässer, in der Regel mit freiem Wasserspiegel und erheblicher Einengung des Abflussquerschnitts, durch einen Damm geführt wird. Bei einer Kombination von Unterführung und Durchlass ist für die Zuordnung die größere Bedeutung maßgebend. Läuft z.B. im Durchlass noch ein Fußweg, wird dieser (als hier unselbständiges Objekt) Objektteil des Durchlasses.
Düker Kreuzungsbauwerk, in dem ein frei fließendes Gewässer unter einem anderen Gewässer, Geländeeinschnitt oder tiefliegenden Hindernis überwiegend unter Druck hindurchgeführt wird.

 

E

Begriff Erklärung
Eingangsschleuse Schiffsschleuse am Anfang einer Wasserstraße, die von einer anderen Wasserstraße abzweigt. Am Neckar ist dies die Schleuse Feudenheim.
Einlassbauwerk Bauwerk für die Zugabe von Wasser in einen Wasserlauf aus Speicherbecken oder Hochwasserrückhaltebecken im freien Gefälle. Bezugsbereich ist hier das angereicherte Gewässer, während bei Einleitungsbauwerken das eingeleitete Wasser der Bezugsbereich ist. Bauwerk um Wassermengen zu messen, zu steuern und abzuleiten.
Einsinktiefe Maß, um das ein Schiff durch innere und/oder äußere Einwirkungen gegenüber seiner Ruhelage tiefer einsinkt
Elektrohubzylinder (EHZ) Antrieb für Schleusentore als vollständig gekapselte, elektro-mechanische Antriebseinheit, bestehend aus einem Antriebsmotor, einem Gewindetrieb mit Lagerung, einem Gehäuserohr und einer aus- und einfahrenden Kolbenstange.
ELWIS Elektronischer Wasserstraßeninformationsservice
Energieumwandler Bauwerk zum schadlosen Umwandeln überschlüssiger Bewegungsenergie des Wassers.

 

F

Begriff Erklärung
FAA Fischaufstiegsanlage
Fahrrinne Teil des Fahrwassers, in dem für den durchgehenden Schiffsverkehr bestimmte Breiten und Tiefen vorhanden sind, deren Erhaltung im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren angestrebt wird
Fahrrinnentiefe Solltiefe der Fahrrinne
Fahrrinnentiefen sind in der Regel bekannt gegeben, z. B. in der BinSchStrO (z. Z. als "Fahrwassertiefen")
Fahrwasser der nach dem jeweiligen Wasserstand für die durchgehende Schifffahrt bestimmte Teil der Wasserstraße
Fallhöhe Höhenunterschied zwischen Ober- und Unterwasserstand an einer Fallstufe (Schleuse oder Hebewerk), auch als Hubhöhe bezeichnet.
Die Daten geben bei wechselnden Wasserständen die maximalen Hubhöhen an. Bei Kanälen beziehen sich die Angaben auf die Normalwasserspiegel, bei staugeregelten Flüssen in der Regel auf Mittelwasserstände.
Fallstufe Unterbrechung des Wasserspiegels durch eine natürliche oder künstliche Stufe
Fischabstiegsanlage Einrichtung, welche die stromab gerichtete Wanderung von Fischen (ggf. unter Umgehung von Kraftwerks- und Rechenanlagen) ermöglichen soll.
Fischaufstiegsanlage Anlage, die hauptsächlich auf den Aufstieg der relevanten Fischarten ausgerichtet ist, die aber durch entsprechende konstruktive Gestaltung auch die Durchgängigkeit für bodennahe Lebewesen und Makrozoobenthos sicherstellen soll.
Flachwasserbereich/-zone Bereich der Wassertiefen, in dem die Wellengeschwindigkeit im Wesentlichen nur von der Wassertiefe abhängig ist.
Fließgewässer Binnengewässer mit ständig oder zeitweise fließendem Wasser.

 

G

Begriff Erklärung
GDWS Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt des Bundes
Gefälle Quotient aus Höhendifferenz und Länge einer Strecke.
Geregelter Fluss Wasserlauf mit überwiegend natürlichem Gewässerbett, dessen Wasserstands- und Strömungsverhältnisse durch Regelungsbauwerke und/oder Durchstiche und/oder Baggerungen verändert sind.
Gerinne Bezeichnet die natürliche oder künstliche, nach oben offene Umschließung abfließender kleiner Gewässer; Seitliche und untere Begrenzung einer Strömung mit freier Oberfläche.
Großmotorschiff Schiff mit Länge von bis zu 110 m und bis zu 11,45 m Breite. Binnenschiff mind. der Klasse V europäischer Schifffahrtswege.
größte Eintauchung
(auch: max. Abladetiefe)
Abladetiefe eines Schiffes in Bezug auf die obere Eichebene

 

H

Begriff Erklärung
Hochwasser Zustand in einem oberirdischen Gewässer, bei dem der Wasserstand oder der Durchfluss einen bestimmten Wert (Schwellenwert) erreicht oder überschritten hat.
Hochwasserabfluss Höchster Wert der Abflüsse in einer Zeitspanne.
Hochwasserstand höchster Wasserstand während eines bestimmten Ereignisses
Hochwasserwelle

Ablauf eines Hochwasserereignisses längs eines Fließgewässers; Eine sich längs eines Fließgewässers fortpflanzende, als Hochwasser anzusprechende Anschwellung des Abflusses

Höchster Schifffahrtswasserstand (HSW) Oberer Grenzwasserstand, bis zu dem der Verkehr auf der Wasserstraße zulässig ist.
Hubdrehtor Das Hubdrehtor ist ein Schleusentor, das zunächst senkrecht angehoben wird und dann nach oben weggedreht wird, so dass das Schiff unten drunter durch fahren kann.
Hubtor Das Hubtor ist ein Schleusentor, das an großen Hubgerüsten in den Hubtürmen hängt. Gegengewichte heben das Eigengewicht zum großen Teil auf.
Hubsenktor Das Hubsenktor ist ein Schleusentor, das zum Öffnen der Kammer unter den Wasserspiegel abgesenkt wird. Bei Arbeiten am Tor kann das Tor aus dem Wasser gehoben werden. Hubsenktore werden als Obertore eingesetzt, da das Versenken einen großen Raum einnimmt. Die Schiffe fahren über das Tor hinweg. Das Tor kann zusätzlich zur Hochwasserabfuhr genutzt werden.
HWST Hochwassersperrtor

 

I & J

 

K

Begriff Erklärung
Kabeldüker Kreuzungsbauwerk zum Unterführen von Kabeln unter einem Gewässer hindurch.
Kanalhaltung Strecke zwischen zwei benachbarten Kanalstufen oder oberhalb der letzten Stufe eines Stichkanals. Kanalseitendämme können die seitliche Begrenzung einer Kanalhaltung bilden.
Kanalstufe Anlagenkomplex an einer Fallstufe eines Schifffahrtskanals. Zu einer Kanalstufe können als Absperrbauwerke einzeln oder kombiniert gehören: Schiffsschleusenanlage einschl. Schleusenvorhäfen oder Schiffshebewerksanlage einschl. Hebewerksvorhäfen, Bootsanlage, Speisungspumpwerksanlage.
Kantenschutz Der Kantenschutz befindet sich an den oberen waagerechten Kanten und an den senkrechten Kanten der Leiter- und Schwimmpollernischen.
Kielfreiheit Unterschied zwischen Fahrrinnentiefe und Tiefgang
Klapptor, Hakenklapptor Das Tor klappt im Allgemeinen nach Oberwasser hin in eine Öffnung in der Sohle. Es stellt ein Tor für kleine Schleusen und niedrige Stauhöhen dar.
Kolk Örtlich begrenzte, durch Strömungsvorgänge hervorgerufene Vertiefung / Aushöhlung im Gewässerbett.
Kraftwerkskanal Strecke eines staugeregelten Flusses mit künstlichem Gewässerbett, die für die Zu- und Ableitung von Triebwasser für ein Wasserkraftwerk vom Fluss abzweigt. Bei einem Schleusen- und Kraftwerkskanal bildet der Teil mit dem Wasserkraftwerk neben der Schiffsschleusenanlage die Kraftwerksstrecke.

 

L

Begriff Erklärung
Leitströmung Die Leitströmung dient dazu, einen unterbrechungsfreien Wanderkorridor zwischen dem Unterwasser einer Stauanlage und der Fischaufstiegsanlage herzustellen. Aufwanderwilligen Fischen muss dort eine wahrnehmbare Strömung angeboten werden, wo sie aufgrund ihrer Orientierung auf ein Querbauwerk treffen bzw. wo sie natürlicherweise nach Aufwanderkorridoren suchen. Von diesem Punkt aus werden sie durch die Leitströmung in die Aufstiegsanlage hinein geführt, d. h. die Wirksamkeit einer Leitströmung ist auf den Nahbereich des Einstiegs in die Fischaufstiegsanlage begrenzt.
Leitwerk Feste oder schwimmende Einrichtung zum Leiten von Wasserfahrzeugen/ Schiffen.
Lichtsignalanlage Schifffahrtszeichen mit einem Signallicht oder mehreren Signallichtern gleicher oder unterschiedlicher Kennung, i.d.R. zur Verkehrsregelung.
Liegeplatz Nach den Regelabmessungen eines Schiffes oder Schiffsverbandes bemessener Teil einer Liegestelle, einer Reede oder eines Hafens.
Liegestelle Außerhalb eines Hafens zum Stillliegen von Wasserfahrzeugen bestimmter Teil einer Wasserstraße am Ufer mit oder ohne Landzugang, wobei die Wasserfahrzeuge ganz oder teilweise im Fahrwasser liegen können. Eine Liegestelle besteht i.d.R. aus mehreren Liegeplätzen. Schleusenkanäle /Schleusenvorhäfen erfüllen vielfach eine Schutzfunktion gegen Hochwasser. Sie können dann als „hochwassergeschützte Liegestellen“ ausgewiesen werden.

 

M

Begriff Erklärung
Makrozoobenthos Alle am und im Boden lebenden wirbellosen Organismen, die mit dem bloßen Auge erkennbar sind (> 1 mm).
Maximaltiefgang Größter bauartbedingter Tiefgang eines Fahrzeugs.
Mittlere Geschwindigkeit Über einen Querschnitt gemittelte Fließgeschwindigkeit.
Mittlerer niedrigster Abfluss Arithmetisches Mittel der niedrigsten Werte gleichartiger Zeitabschnitte der einzelnen Jahre in der betrachteten Zeitspanne an einer Messstelle. Der MNQ erlangt seine Bedeutung mit der Angabe eines Zeitabschnitts und einer Zeitspanne.
Mole Dammartiges Bauwerk mit Verbindung zum Ufer zum Schutz eines Hafens oder einer Hafeneinfahrt, z.B. gegen Wellen, Strömung, Versandung.

 

N

Begriff Erklärung
Neophyten Neophyten (Singular Neophyt; aus dem griechischen „Neue Pflanzen“) sind Pflanzen, die bewusst oder unbewusst, direkt oder indirekt in Gebiete eingeführt wurden, in denen sie natürlicherweise nicht vorkamen; Pflanzenarten, die nach der Entdeckung Amerikas im Jahre 1492 mit Hilfe des Menschen beabsichtigt oder unbeabsichtigt in ein Gebiet eingebracht wurden, in dem sie von Natur aus nicht vorkommen.
Neozoen Neozoen (Singular Neozoon; Plural auch Neozoa; aus dem griechischen „Neues Lebewesen“) sind Tiere, die nach 1492 durch direkte oder indirekte Einwirkungen des Menschen in neue Territorien eingeführt wurden, in denen sie natürlicherweise nicht vorkamen, und in der neuen Umwelt überlebt haben.
Niedrigster Schifffahrtswasserstand Unterer Grenzwasserstand, bis zu dem der Verkehr auf der Wasserstraße bei bestimmter Abladetiefe möglich oder zulässig ist.
Nutzlänge der Schleuse Länge der Schleusenkammer, die von Schiffen belegt werden darf. Gemessen wird zwischen der Stoßschutzanlage (oder der Vorderkante des Untertores) und der kammerseitigen Wand des Drempels.

 

O

Begriff Erklärung
Oberwasser Gewässerstrecke unmittelbar oberhalb einer Fallstufe.
Oberhaupt oberes Ende der Schleuse ab Nutzlängenmarkierung bis zum Notverschluss (inkl. Toskammer, Prallwand, Obertor, Drempel)
Obertor Schleusentor am Oberhaupt

 

P & Q

Begriff Erklärung
Pegel Einrichtung zum Messen des Wasserstands oberirdischer Gewässer. Umgangssprachlich wird „Pegel“ auch fälschlicherweise als Synonym für den Wasserstand selbst verwendet.
Peilschiff Spezialschiff mit elektronischen Einrichtungen für Tiefenmessungen auf Wasserstraßen. Peilschiff mit < 15 m3 Verdrängung = Peilboot. Peiljollen sind Tochterboote von Peilschiffen. Die entsprechenden Schiffe des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) für Vermessungsarbeiten in den Küstengewässern und auf dem Meer heißen Vermessungsschiffe.
Peilung Aufnahme der Gewässersohle von der Wasseroberfläche aus z. B. mittels Echolot.
Poller

ein Pfahl zum Festmachen eines Schiffes. In einer Schleuse können sich Schwimmpoller, Nischenpoller und Kantenpoller befinden. Schwimmpoller werden bei einer Schleusungshöhe von über rd. 5 m eingesetzt und/oder bei einer Hub- oder Senkgeschwindigkeit über 2 m/min. Die Schwimmpoller werden auf Schienen oder Rollen gelagert. Nischenpoller sind neben der Leiter in der Schleusenkammer anzubringen. Und die Kantenpoller befinden sich auf der Schleusenmole an der Kante der Schleusenkammer in der Achse zu den Nischenpollern.

Querwerk Quer zur Fließrichtung liegendes Regelungsbauwerk.

 

R

Begriff Erklärung
Raugerinne-Beckenpass Naturähnliche Ausführung des Schlitzpasses (Fischaufstiegsanlage). Beckenübergänge werden dabei durch mehr oder weniger stark aufgelöste Steinriegel gebildet.
Regelschiff Schiff, dessen Maße der Bemessung von Wasserstraßen und Schifffahrtsanlagen zugrunde gelegt werden.
In bestimmten Fällen (z. B. Kurvenverbreiterung, Schleusenvorhäfengestaltung) kann es notwendig sein, der Bemessung die Maße verschiedenartiger Regelschiffe zugrunde zu legen.
Revisionsverschluss Verschlusseinrichtungen für Wartungs- und Reparaturfälle (bisher Notverschluss); Verschlusseinrichtung für Wartung und Instandsetzung, die statt des im normalen Betrieb verwendeten Verschlusses vorübergehend eingesetzt wird.
Rollanlage Kai mit Einrichtungen für einen rollenden Umschlag zwischen Schiff und Ufer.

 

S

Begriff Erklärung
Scheuerleiste Am Bauwerk angebrachte Vorrichtung zum Schutz vorwiegend gegen Reibungsbeanspruchung zwischen Bauwerk und Schiff. Bei Ausführung in Holz: Reibeholz.
Schiebetor Das Schiebetor ist ein Schleusentor, dass senkrecht zur Schleusenachse in einer Torkammer verschoben wird. Es ist für große Weiten geeignet.
Schiff Wasserfahrzeug für den Personen- und Güterverkehr, in der Regel mit eigenem Antrieb
Schifffahrt Personen- und Güterverkehr auf den Wasserstraßen
Schiffslänge/Schiffsbreite Schiffsabmessungen über alles ohne bewegliche Teile
Schiffsschleuse Bauwerk zum Überwinden einer Fallstufe, bei dem durch Füllen oder Leeren der Schleusenkammer Wasserfahrzeuge gehoben/gesenkt werden. Eine Schiffsschleusenanlage kann aus einer oder mehreren Schiffsschleusen nebst Anlagenzubehör bestehen. Zur Schiffsschleusenanlage gehören auch die Schleusenvorhäfen. Schiffsschleusenanlagen gibt es als Bestandteil von Anlagenkomplexen wie Staustufen, Kanalstufen, Sperrwerksanlagenkomplexen oder Hafenanlagenkomplexen, aber auch für sich an der Fallstufe eines Schifffahrtskanals.
Schleusenbreite Breite der Schleusenkammer unter Berücksichtigung von Einbauteilen wie Scheuerleisten, Kantenschutz etc.
Schleusenhaupt Teil der Schiffsschleuse, der das Schleusentor aufnimmt, bei Binnenschiffsschleusen: Oberhaupt und Unterhaupt, bei Seeschleusen: Außenhaupt und Binnenhaupt, zur Unterteilung einer langen Schleusenkammer: Mittelhaupt.
Schleusenkammer Zwischen den Schleusenhäuptern liegender Teil einer Schiffsschleuse, in dem die Schiffe bei der Schleusung gehoben oder gesenkt werden.
Schleusennutzlänge Länge der Schleusenkammer, die von Schiffen belegt werden darf
Schleusentor Verschluss einer Schiffsschleuse, Ausführungsformen: z.B. Stemmtor, Schiebetor, Hubtor, Senktor, Hubsenktor, Drehtor, Hubdrehtor, Klapptor, Segmenttor, Sektortor, Schlagtor.
Schleusentorbreite Breite der Toröffnung der Schleuse
Schleusenvorhafen An die Schiffsschleuse oder das Schiffshebewerk anschließender Teil einer Wasserstraße zum Einordnen und Warten von Schiffen sowie zum Zusammenstellen und Auflösen von Schiffsverbänden.
Schleusungszeit Dauer einer Schleusung von der Freigabe der Einfahrt bis zur möglichen Freigabe der Einfahrt in der Gegenrichtung.
Schlitzpass Der Schlitzpass ist eine Variante der beckenartigen Fischaufstiegsanlagen, bei der die Trennwände durch über die gesamte Höhe reichende, vertikale Schlitze gekennzeichnet sind.
Schubverband Eine starre Verbindung von Fahrzeugen, von denen sich mindestens eines vor dem Fahrzeug mit Maschinenantrieb befindet, das den Verband fortbewegt und als "schiebendes Fahrzeug" bezeichnet wird.
Schütz An Wehrpfeilern bzw. Wehrwangen gelagerter, in Nischen geführter Wehrverschluss; Verschlussvorrichtung zur Regelung des Wasserdurchtritts durch Öffnungen, im Gegensatz zum Schieber gehäuselos, Ausführungsformen: z.B. Tafelschütz, Rollschütz, Rollkeilschütz, Segmentschütz, Zylinderschütz.
Seeschifffahrtsstraße Binnenwasserstraße oder Seewasserstraße, auf der vorwiegend Seeschiffe verkehren und auf der der Schiffsverkehr gesetzlich geregelt ist.
Segment Wehrverschluss mit an Wehrwangen bzw. Wehrpfeilern drehbar gelagerten Armen.
Seitenkanal Schifffahrtskanal neben einer Flussstrecke mit mehr als einer Kanalstufe, sonst Schleusenkanal. Beispiele: Elbe-Seitenkanal, Seitenkanal der Ems, Hanekenfähr-Meppen als Teil des Dortmund-Ems-Kanals, Landwehrkanal als Seitenkanal der Spree.
Senktor Das Senktor ist ein Schleusentor, das zur Füllung angehoben wird. Nach dem Wasserspiegelausgleich wird das Tor abgesenkt.
Sicherheitstor Bauwerk zum Abschließen von Strecken eines Schifffahrtskanals, um bei Schäden das Auslaufen einer gesamten Kanalhaltung zu verhindern und das Überfluten des umliegenden Geländes zu mindern. Das Sicherheitstor (und auch das Hochwassersperrtor) können auch der Trockenlegung einer Kanalstrecke dienen bei Havarien, Schäden oder Inspektionen. Dem gleichen Zweck dient ein Kanalnotverschluss, gebildet durch eingesetzte Balken an baulich vorbereiteten Uferstellen.
Solltiefe Wassertiefe unter einem bestimmten Bezugswasserspiegel (z. B. GlW, hydrotatischem Stau, normalem nicht angespanntem Kanalwasserstand), deren Erhaltung angestrebt wird.
Die Solltiefe wird nicht nur zur Erhaltung der Fahrrinnentiefe, sondern auch zur Erhaltung eines ordnungsgemäßen Zustandes für den Wasserabfluss angestrebt.
Sperrtor Bauwerk in einem Schifffahrtskanal oder Schleusenkanal mit Verschlusseinrichtung zum Schutz gegen Hochwasser eines angrenzenden Flusses.
Stauanlage Absperrbauwerke mit zugehörigem Staubecken oder Speicherbecken. Man unterscheidet Talsperren, Hochwasserrückhaltebecken, Staustufen, Pumpspeicherbecken, Sedimentationsbecken, Stauteiche, Geschiebesperren.
Staugeregelter Fluss Wasserlauf mit überwiegend natürlichem Gewässerbett, das hauptsächlich zur Veränderung der Wasserstandsverhältnisse für die Schifffahrt und/oder für die Energiegewinnung mit Staustufen versehen ist.
Stauhaltung Staubeeinflusster Bereich einer Staustufe; Strecke zwischen zwei benachbarten Staustufen. Flussseitendämme - im Schleusenkanal Kanalseitendämme - können im Oberwasser einer Staustufe die seitliche Begrenzung einer Stauhaltung bilden.
Staustufe Stauanlage, die im Wesentlichen nur den Fluss und nicht die ganze Talbreite absperrt. Sie besteht aus Absperrbauwerken (Wehr mit Stauhaltungsdämmen bzw. Deichen und gegebenenfalls Kraftwerk und Schiffsschleuse) und der Stauhaltung; Gesamtheit der Anlagen an einer Fallstufe eines staugeregelten Flussabschnittes; Anlagenkomplex an einer Fallstufe eines staugeregelten Flussabschnittes , der im Wesentlichen nur den Fluss und nicht die ganze Talbreite absperrt.
Stauziel Die nach der Zweckbestimmung der Stauanlage beim Regelbetrieb zulässige Wasserspiegelhöhe.
Stemmtor Das Stemmtor ist die gebräuchlichste Torform und besteht aus zwei Torflügeln. Die Torflügel bewegen sich um die Wendesäule (vertikal) und treffen an der Schlagsäule aufeinander. Die Torflügel sind unten an der Wendesäule in einem Spurlager gelagert und werden durch ein Halslager oben an der Wendesäule gehalten. Die Antriebe sind entweder elektro-mechanisch, elektro-ölhydraulisch oder einem Elektro-Hubzylinder. Beim Öffnen des Tores werden die Tore in eine Mauernische (Tornische) verschwenkt. Das Stemmtor ist zum Hochwasserabfluss nicht geeignet.
Stoßschutz Der Stoßschutz wird in der Regel vor dem Untertor in der Schleusenkammer angebracht, um Sachschäden und Folgeschäden bei Toranfahrungen zu verhindern. Ausführungen können ein Seil (= Seilstoßschutzanlage) oder ein Stoßschutzbalken sein.

 

T

Begriff Erklärung
Talfahrt Fahrt zu Tal (talwärts)
Gegenrichtung zur Bergfahrt
Tauchtiefe Summe aus Tiefgang und Einsinktiefe
Tiefgang Abstand zwischen dem tiefsten Punkt eines Schiffes in Ruhe und der Ebene des Wasserspiegels
Tosbecken Bauwerk, bei dem die Energieumwandlung primär durch einen Wechselsprung erfolgt; Anlage im oder am Unterhaupt zur Beruhigung des Schleusungswassers beim Leeren der Schiffsschleuse.
Trassierung Unter Trassierung versteht man die Planung (d.h. Querschnittsgestaltung und Linienführung) eines Schifffahrtsweges unter folgenden Zielsetzungen: sichere Befahrbarkeit, witterungsunabhängige Funktionsfähigkeit, angemessene Verkehrsqualität, Wirtschaftlichkeit, Schonung vorhandener Werte.

 

U

Begriff Erklärung
Ufer Seitlicher Teil des Gewässerbetts; seitlicher Teil des Gewässerbetts vom Uferfuß (Schnittlinie mit der Gewässersohle) bis zur Oberkante der Uferböschung oder Uferwand bzw. bis zur Oberkante des Flussseitendammes oder Kanalseitendammes. Während hydrologisch und nach § 8 Abs. 2 WaStrG (s. Friesecke § 8 Rdnr. 7) für die Unterhaltung das gesamte Gewässerbett (bis zur Uferoberkante) zum Gewässer gehört, zählt bei einer Binnenwasserstraße als Gewässer im Rechtssinn (nach Landeswasserrecht) nur der Teil des Gewässerbetts unterhalb der Uferlinie (i.d.R. bei MW) als Gewässerbett.
Uferdeckwerk Bauwerk zur Befestigung eines geböschten Ufers, auch kombiniert mit ingenieurbiologischen Mitteln. Beispiele: Steinschüttung, Steinpackung, Pflaster, Beton, Asphalt, Spreitlagen.
Ufersicherung Bautechnische und/oder ingenieurbiologische Maßnahmen gegen Beschädigungen oder Zerstörung eines Ufers. Ursachen können z. B. sein: Strömung, Eis, Wellenschlag, Viehtritt.
Unterhaupt unteres Ende der Schleuse ab Nutzlängenmarkierung bis zum Notverschluss (inkl. Untertor, Drempel, Prallbalken, Toskammer)
Untertor Schleusentor am Unterhaupt
Unterwasser Gewässerstrecke unmittelbar unterhalb einer Fallstufe.
Untiefe Örtlich begrenzter Bereich einer Wasserstraße, der wegen seiner geringen Wassertiefe für den Schiffsverkehr gefährlich ist.

 

V

Begriff Erklärung
Verband Schubverband, gekuppelte Fahrzeuge oder Koppelverband
Verbandslänge / Verbandsbreite Verbandsabmessungen über alles ohne bewegliche Teile
Vorhafen An der Flussmündung errichteter Hafen, der einem flussaufwärts liegenden Seehafen zugeordnet ist.

 

W

Begriff Erklärung
Wasserrahmenrichtlinie (WRR) Titel: Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 23. Oktober 2000 zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik. Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie dient der Vereinheitlichung der Wasserpolitik innerhalb der EU und zielt auf eine nachhaltige und umweltverträgliche Wassernutzung ab. In Deutschland ist die WRRL durch das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) umgesetzt.
Wasserspiegel Ausgeglichene Grenzfläche des oberirdischen Gewässers gegen die Atmosphäre
Wasserstand Lotrechter Abstand eines Punktes des Wasserspiegels über oder unter einem Bezugshorizont, z. B. durch einen Pegelnullpunkt festgelegt. Als Wasserstand (WS) wird die aktuelle Höhe eines natürlichen oder künstlichen Wasserspiegels in Bezug auf eine definierte Marke oder einen Pegel (Wasserstandsmessung) bezeichnet.
Wasserstraße Oberirdisches Gewässer oder Küstengewässer, das gesetzlich für den Personen- und/oder für den Güterverkehr mit Schiffen bestimmt ist.
Wassertiefe Lotrechter Abstand eines Punktes im Wasserspiegel vom Gewässerbett
(Gewässerbett: Gewässersohle und Unterwasserteil der Ufer)
Wehr Absperrbauwerk (Teil einer Staustufe), das der Hebung des Wasserstandes und meist auch der Regelung des Abflusses dient; festes oder mit beweglichen Verschlüssen versehenes Absperrbauwerk überwiegend als Teil einer Staustufe zur Hebung des Wasserstandes und meist auch zur Regelung des Abflusses.
Wehrfeld Bereich des Wehres zwischen benachbarten Wehrpfeilern bzw. Wehrwange und Wehrpfeiler.
Wehrschwelle Unter dem Wehrverschluss angeordneter Teil des Wehrkörpers.
Wehrverschluss Beweglicher Teil eines Wehres.
Wendebecken Sonderbecken in einer beckenartigen Fischaufstiegsanlage, das einen Richtungswechsel ermöglicht.
Wendestelle Zum Wenden von Wasserfahrzeugen bestimmter Teil einer Wasserstraße oder eines Hafens.
WSA Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt
WSV Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung
WZD Weg-Zeit-Diagramm

 

X & Y & Z