Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Amt für Neckarausbau Heidelberg

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Inhalt: Seitenkanal Ladenburg

Seitenkanal Ladenburg

Daten des Seitenkanals
Baujahr: 1925 - 1927
Sicherung des Seitenkanals: 2007 - 2009
Länge: 7,50 km
Wasserspiegelbreite: 42,00 m
Wassertiefe: 3,75 m - 5,20 m

 

 

Abgeschlossenes Bauprojekt

Der Seitenkanal Ladenburg, dessen Wasserspiegel durch die Wehranlage Ladenburg geregelt wird, erstreckt sich in Fließrichtung des Neckars gesehen auf 7,50 km Länge von Ladenburg, Höhe Wehr Ladenburg, bis Mannheim unweit der Schleuse Feudenheim.

Im alten, trapezförmigen Kanalquerschnitt konnten aufgrund der zunehmenden Schiffsgröße die erforderlichen Sicherheitsabstände zwischen sich begegnenden Schiffen sowie zwischen Schiff und Ufer nicht mehr eingehalten werden. Dieses sowie die gestiegene Antriebsleistung der Schiffe führten zu einer stärkeren Beanspruchung der mit Betonplatten gedichteten Kanalböschungen. Die Folge war eine zunehmende Schädigung der Betonplatten. Es bestand die Gefahr, dass zunehmend Wasser aus dem Kanal austritt und damit die Standsicherheit der Kanalseitendämme nicht mehr gegeben wäre. Daher übernahm das Amt für Neckarausbau Heidelberg für 25 Mio. Euro die Sicherung des Seitenkanals Ladenburg.

An beiden Seiten des Kanals wurde auf einer Länge von 3,40 km zwischen dem Wehr Ladenburg und der BAB 6 das schadhafte, geböschte Ufer gegen ein Senkrechtufer mit Spundwand ersetzt. Infolge der Baumaßnahme wurde so die Standsicherheit der Neckardämme erhöht und der Kanal neu abgedichtet.

Aus der Trapezform des Seitenkanals wurde ein Rechteckprofil mit einer Wasserspiegelbreite von bis zu 42,00 m. Mit der Verbreiterung des Kanalquerschnitts konnte die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs merklich verbessert werden. Diesem Ziel diente u.a. auch der Neubau der Ilvesheimer Straßenbrücke. Die alte Brücke ragte in das Gefahrenlichtraumprofil des Seitenkanals und schränkte damit den sicheren Schiffsverkehr ein. Dieser Zustand wurde durch den Brückenneubau beseitigt. Aus diesem Grund beteiligte sich die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes mit 1,4 Mio. Euro an der 5,3 Mio. Euro teuren Brückenbaumaßnahme des Landes Baden-Württemberg.

Obwohl das gewählte Rechteckprofil die umweltfreundlichste der fünf untersuchten Ausbauvarianten mit unterschiedlicher Querschnittsgestaltung und Linienführung ist, führten die Bautätigkeiten zu unvermeidbaren Eingriffen in die Umwelt. Diese Eingriffe wurden mit dem Bau eines Fischpasses am Wehr Ladenburg, mit dem Bau von zwei Flachwasserzonen, mit der Pflanzung eines Auwaldes im Ilvesheimer Bogen, mit den Gehölzanpflanzungen entlang des Seitenkanals sowie mit der Herstellung von Ausstiegsmöglichkeiten für Wildtiere in den Spundwänden kompensiert. Mit den aufgezeigten ökologischen Maßnahmen werden die Lebensverhältnisse für Tiere und Pflanzen merklich aufgewertet.

 

Pressemitteilungen zur Baumaßnahme

12.08.2010: Baugrunderkundungsarbeiten im Heidelberger Bereich

 

Querschnitt des Seitenkanals Ladenburg
Seitenkanal Ladenburg