Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Amt für Neckarausbau Heidelberg

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Inhalt: Neubau von Fischaufstiegsanlagen

Die Durchgängigkeit i.S.d. § 34 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) des Neckars soll an den Staustufen durch den Neubau von modernen und leistungsfähigen Fischaufstiegsanlagen (FAA) wieder hergestellt werden. Die FAA werden vorwiegend an den bestehenden Kraftwerken der Neckar AG, ZEAG oder SÜWAG errichtet.

Der Neubau von Fischaufstiegsanlagen gehört ebenso zu den Aufgaben des Amts für Neckarausbau Heidelberg (ANH). Im Rahmen der Schleusenverlängerungen für das 135-m-Schiff sind sieben Fischaufstiegsanlagen (FAA) als Kompensationsmaßnahmen vereinbart. Durch die Verlängerung von Schleusenkammern für 135 m-lange Binnenschiffe weerden zwei bestehende Fischaufstiegsanlagen beschädigt werden, so dass diese an einem anderen Ort der Staustufe durch moderne FAA ersetzt werden müssen. Dazu gehören:

  • Wieblingen
  • Heidelberg
  • Kochendorf
  • Horkheim
  • Lauffen
  • Pleidelsheim
  • Oberesslingen
  • Neckargemünd (Ersatz)
  • Gundelsheim (Ersatz)

 

In Beihingen und Neckarsulm plant das ANH neue Wehranlagen, die die alten beschädigten Wehre ersetzen sollen. Neben den zukünftigen Schlauchwehren schafft das ANH die baulichen Voraussetzungen für den späteren Einbau von Turbinen zur Energiegewinnung (dieses ist Aufgabe der Energieunternehmen). Neben den späteren Wasserkraftwerken baut das ANH an diesen beiden Standorten auch FAA.

 

Fischaufstiegsanlage Ladenburg, Fertigstellung der ersten Becken
Fischaufstiegsanlage Ladenburg
Fischaufstiegsanlage Kochendorf, Visualisierung
Fischaufstiegsanlage Lauffen, Visualisierung
Fischaufstiegsanlage Lauffen, Visualisierung


 

 

 

 

 

Nur mittels FAA kann die Fischwanderung im Neckar und damit der Fortbestand zahlreicher Fischarten sichergestellt werden.

Wanderfische, wie etwa der Lachs, ziehen zum Laichen von ihren Nahrungsgründen im Meer in die oberen Flussgebiete. Nur dort sind Fließgeschwindigkeit, Sauerstoffgehalt und Nahrungsangebot so, dass die Brut aufgezogen werden kann. Andere, wie der Aal, wandern zum Laichen genau andersherum: vom Süß- ins Salzwasser. Und eine dritte Gruppe, dazu gehört die Barbe, unternimmt generell ausgedehnte Wanderungen in den Flusssystemen. Die Staustufen des Neckars und deren Kraftwerke, sowie die z.T. fehlende Anbindung an den Alt-Neckar stellen für die wandernden Fische unüberwindbare Hindernisse dar, denen es entgegenzuwirken gilt.

Zu den häufigsten Fischarten im Neckar gehören: Aal, Bachforelle, Barbe, Groppe, Bach-, Fluss- und Meer-Neunauge, Nase

 

Weitere Beispiele von anderen Fischaufstiegsanlagen in Deutschland:

 

Fischaufstiegsanlage Beyenberg
Fischaufstiegsanlage Gambsheim
Fischaufstiegsanlage Iffezheim
Fischaufstiegsanlage Iffezheim
Fischaufstiegsanlage Muldenstausee
Fischaufstiegsanlage Nassau