Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Amt für Neckarausbau Heidelberg

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Inhalt: Verlängerung und Grundinstandsetzung von Schleusen

Das ANH betreut die Verlängerung und Instandsetzung der Schleusen am Neckar.

Der Neckar wurde von 1921 bis 1968 auf einer Länge von 203 km zur Bundeswasserstraße ausgebaut. Die 27 Staustufen, deren Bausubstanz zwischen 40 und 80 Jahre alt ist, überwinden über eine Strecke von 203 km insgesamt eine Höhendifferenz von rund 160 m. Bisher verkehren auf dem Neckar lediglich Güterschiffe mit einer maximalen Länge von 105 m und einer auf 11,45 m begrenzten Breite.

Um den Transportweg Wasser zu stärken, mehr Güter über das umweltschonendere Binnenschiff zu transportieren und damit die Straße und die Schiene zu entlasten, fordern u.a. das Binnenschifffahrtsgewerbe, die Verlader und die Landesbehörden in Baden-Württemberg eine Verlängerung der Schleusen für das 135-m-Schiff auf der Bundeswasserstraße Neckar.

 

Schleuse Feudenheim, 2005
Schleuse Neckargemünd, 2014
Schleuse Heilbronn, 1957
Schleuse Obertürkheim, 1914
Schleuse Deizisau, 1963

 

Das Entwicklungspotentials des Neckars

Im Februar 2006 hat die Fa. PLANCO Consult GmbH im Auftrag der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung eine Studie veröffentlicht, die eine Langfristprognose (Planungshorizont 2025) über die Entwicklungspotenziale der Binnenschifffahrt insgesamt sowie speziell über die Verkehrsentwicklung und die Bewertung einer Schleusenkammerverlängerung auf dem Neckar enthält. Danach wird ein erheblicher Anteil von 135-m-Schiffen an der Flottenstruktur für die Bundeswasserstraße Neckar bis 2025 erwartet, sofern hierfür die betrieblichen Voraussetzungen geschaffen würden. Zudem wurden die Umweltauswirkungen des Vorhabens durch die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) untersucht. Beide Studien finden Sie als Infomaterial unter der Rubrik Service zum Thema Neckarausbau. In diesem Zusammenhang müssen außerdem Schiffsliegestellen und Wendestellen errichtet, sowie Schleusenvorhäfen und einzelne Streckenbereiche angepasst werden.

 

Die Verlängerung der Schleusen

In der Regel wird die flussseitige Kammer verlängert, und zwar je nach den nautischen Verhältnissen zum Oberwasser oder zum Unterwasser hin. Für die Verlängerung sind jeweils ein neues Schleusenhaupt und ein neuer Kammerblock zwischen dem neuen Schleusenhaupt und dem Altbestand zu errichten. Bei einer Verlängerung zum Oberwasser hin, wird das vorhandene Verbundsystem der Füll- und Entleerungseinrichtungen entfallen. Soweit die Tore weiter verwendet werden können, werden sie angepasst. Die Antriebe der Tore und die elektrotechnischen Einrichtungen werden auf den heutigen Stand der Technik versetzt.

 

 

 

Rechte Schleusenkammer der
Staustufe Neckargemünd im
Jahre 2006 nach der geplanten
Verlängerung zum Unterwasser
hin (Simulation)

 



Bereits heute bestehen am Neckar mit seinen vielen Windungen Engstellen für die zugelassenen Güterschiffe. Für den Verkehr mit 135-m-Schiffen wurden weitere Engstellen definiert, die bei Begegnung eines 135-m-Schiffs mit einem beliebigen anderen Schiff auftreten. Von diesen Engstellen erfordern in Zukunft einige ein Begegnungsverbot (§ 6.08 BinSchStrO) und einige besondere Vorsicht beim Begegnen (§ 6.07), z.B. durch Funkabsprache. Darüber hinaus muss die Fahrrinne in Engstellen z.T. verbreitert werden, und zwar

In der linken Navigation erhalten Sie einen Überblick über die aktuellen und abgeschlossenen Baumaßnahmen an den Schleusen.

Weitere Informationen zu Schleusen und ihre Einbindung in die Bundeswasserstraße Neckar erhalten Sie hier.